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Content-Management-System (CMS): Definition, Typen & Auswahl | Cybay

Was ist ein Content-Management-System (CMS)?

Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, die verwendet wird, um digitale Inhalte zu erstellen, zu bearbeiten, zu organisieren und zu verwalten. CMS ermöglichen es Benutzer:innen und Betreiber:innen von Websites, Blogs, Online-Shops und anderen digitalen Plattformen Inhalte zu erstellen und sie einfach zu pflegen, ohne dass umfangreiche technische Kenntnisse erforderlich sind.

Zu diesem Zweck bieten sie bestenfalls eine benutzerfreundliche Oberfläche, und Funktionen wie Vorlagen, Plugins und Erweiterungen, um die Funktionalität der jeweiligen Website zu erweitern.

Laut IBM hilft ein CMS Nutzer:innen dabei, digitale Inhalte zu erstellen, zu verwalten, zu speichern und zu verändern - und das über eine zentrale Oberfläche, die Teams unterschiedlicher technischer Reife zugänglich ist.

Wie funktioniert ein CMS?

Im Kern trennt ein CMS zwei Bereiche voneinander: das Backend, in dem Inhalte erstellt und verwaltet werden, und das Frontend, also die Darstellung dieser Inhalte für Besucher:innen der Website. Diese Trennung ermöglicht es, Inhalte unabhängig vom Design zu pflegen. Redakteur:innen arbeiten in einer Oberfläche, die einem Texteditor ähnelt, während das System im Hintergrund den nötigen Code erzeugt und die Inhalte strukturiert speichert - in der Regel in einer Datenbank.

Moderne CMS bieten darüber hinaus Funktionen wie Rechteverwaltung (wer darf was bearbeiten), Versionierung (frühere Inhalte wiederherstellen), Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit und Workflow-Management für redaktionelle Freigabeprozesse.

Typen von Content-Management-Systemen

Nicht jedes CMS funktioniert gleich. Je nach Architektur und Einsatzzweck unterscheidet man heute drei grundlegende Typen:

CMS-Typ Architektur Typische Systeme Geeignet für
Traditionelles CMS Backend und Frontend fest gekoppelt WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal Websites, Blogs, Unternehmensauftritte
Headless CMS Backend und Frontend getrennt, Inhalte per API ausgeliefert Contentful, Storyblok, Sanity, Strapi Multi-Channel, Apps, IoT, hohe Performance-Anforderungen
Cloud/SaaS CMS Vollständig gemanagt durch den Anbieter HubSpot Content Hub, Webflow, Squarespace Teams ohne eigene IT-Infrastruktur, schnelle Markteinführung

 

Traditionelle CMS wie WordPress oder TYPO3 verbinden Inhaltsverwaltung und Darstellung eng miteinander. Das macht sie einsteigerfreundlich und schnell einsatzbereit - erfordert aber bei wachsenden Anforderungen sorgfältiges Hosting- und Plugin-Management.

Headless CMS trennen das Content-Repository vollständig vom Frontend. Inhalte werden per API (REST oder GraphQL) an beliebige Ausgabekanäle geliefert - von der Website über Apps bis zu digitalen Displays. Das ermöglicht hohe Flexibilität und bessere Performance, setzt aber Entwicklungskapazitäten voraus.

Cloud- und SaaS-Lösungen übernehmen Hosting, Updates und Skalierung vollständig. Der Betriebsaufwand sinkt deutlich, dafür entstehen laufende Lizenzkosten und eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter.

Beispiele für CMS

1. WordPress

WordPress ist eines der beliebtesten Open-Source-CMS und wird für die Erstellung von Blogs, Websites und Online-Shops verwendet. Es bietet eine Vielzahl von Themes, Plugins und Erweiterungen (teils kostenpflichtig), um die Funktionalität anzupassen und anzupassen.

2. TYPO3

TYPO3 ist ein Open-Source-CMS, das für die Erstellung von Websites, Unternehmensportalen, Intranets und mehrverwendet wird. Es bietet eine leistungsstarke Plattform mit Funktionen wie Mehrsprachigkeit, Workflow-Management und Versionierung.

3. Joomla

Joomla ist ein Open-Source-CMS, das für die Entwicklung von Websites, Portfolios, Online-Magazinen und E-Commerce-Plattformen verwendet wird. Es bietet eine flexible und skalierbare Plattform mit einer Vielzahl von Funktionen und Erweiterungen.

4. Drupal

Drupal ist ein Open-Source-CMS, das für die Erstellung von Websites, Communities, Intranets und Webanwendungen verwendet wird. Es bietet umfangreiche Funktionen für die Benutzerverwaltung, Sicherheit und Anpassbarkeit.

5. Statamic

Statamic ist ein modernes, dateibasiertes CMS auf Basis des Laravel-Frameworks. Es eignet sich besonders für Entwickler:innen, die eine flexible und wartungsarme Lösung ohne Datenbankabhängigkeit suchen.

6. Webflow

Webflow kombiniert visuelles Design mit sauberem, exportierbarem Code. Es richtet sich an Designer:innen und Agenturen, die ohne tiefe Entwicklerkenntnisse professionelle Websites umsetzen möchten - und bietet gleichzeitig ein integriertes Hosting- und CMS-System.

7. HubSpot Content Hub

HubSpot bietet ein vollständig gemanagtes CMS als Teil seiner Marketing-Plattform. Besonders interessant für Unternehmen, die Website, CRM und Marketing-Automation aus einer Hand betreiben möchten - mit EU-Hosting und integrierten Analyse- und Personalisierungsfunktionen.

Welches CMS passt zu eurem Unternehmen?

Die Wahl des richtigen CMS hängt von mehreren Faktoren ab, die über den reinen Funktionsumfang hinausgehen:

Kanalstrategie: Wer Inhalte nur auf einer Website ausspielt, kommt mit einem traditionellen CMS gut aus. Wer mehrere Kanäle - Website, App, digitale Displays - bedienen möchte, sollte einen Headless-Ansatz in Betracht ziehen.

Teamstruktur: Redaktionslastige Teams ohne Entwicklungskapazitäten profitieren von benutzerfreundlichen Oberflächen wie WordPress oder HubSpot. Technisch versierte Teams können mit Headless-Systemen mehr Flexibilität herausholen.

Skalierbarkeit und Governance: Für Unternehmen mit komplexen Freigabeprozessen, Mehrsprachigkeit und hohen Sicherheitsanforderungen ist TYPO3 oft die solidere Wahl gegenüber WordPress.

Total Cost of Ownership: Open-Source-Systeme sparen Lizenzkosten, erfordern aber Eigenverantwortung für Hosting, Updates und Sicherheit. SaaS-Lösungen erhöhen die laufenden Kosten, reduzieren dafür den Betriebsaufwand erheblich.

Integration in bestehende Systeme: Wenn das CMS eng mit CRM, Marketing-Automation oder E-Commerce-Systemen zusammenarbeiten soll, ist die API-Fähigkeit des Systems ein entscheidendes Kriterium.

Fazit zu Content-Management-Systemen (CMS)

Ein Content-Management-System ist eine wesentliche Komponente für die Erstellung und Verwaltung digitaler Inhalte. Durch die Verwendung eines CMS können Nutzer:innen Inhalte einfach erstellen, bearbeiten und veröffentlichen, ohne über umfangreiche technische Kenntnisse verfügen zu müssen. Gleichzeitig hat sich die CMS-Landschaft in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt: Headless-Architekturen, Cloud-native Lösungen und die zunehmende Integration von KI-Funktionen verändern, wie Unternehmen digitale Inhalte verwalten und ausspielen. Die Wahl des richtigen Systems ist daher keine rein technische Entscheidung - sie hängt von Kanalstrategie, Teamstruktur, Integrationsanforderungen und langfristiger Skalierbarkeit ab.

Weiterführende Einblicke in konkrete CMS-Vergleiche findet ihr in unserem Blogartikel TYPO3 vs. WordPress: Welches CMS passt zu eurem Marketing-System? sowie in unserem Beitrag zu HubSpot als CMS: Funktionen, Preise, Vor- und Nachteile.

FAQ: Content-Management-System (CMS)

Was ist ein Content-Management-System einfach erklärt?

Ein CMS ist eine Software, mit der ihr digitale Inhalte wie Texte, Bilder und Videos erstellen, bearbeiten und veröffentlichen könnt - ohne Programmierkenntnisse zu benötigen. Es trennt die Inhaltsverwaltung von der technischen Darstellung und macht Websites für ganze Teams pflegbar.

Was ist der Unterschied zwischen einem traditionellen und einem Headless CMS?

Ein traditionelles CMS verbindet Backend und Frontend fest miteinander - Inhalte und Darstellung sind eng gekoppelt. Ein Headless CMS trennt beide Ebenen und liefert Inhalte per API an beliebige Ausgabekanäle, von der Website bis zur App. Das bietet mehr Flexibilität, erfordert aber mehr Entwicklungsaufwand.

Welches CMS eignet sich für Unternehmen mit komplexen Anforderungen?

Für Unternehmen mit Mehrsprachigkeit, komplexen Freigabeprozessen und hohen Sicherheitsanforderungen ist TYPO3 oft die geeignetste Wahl. Wer Marketing-Automation und CRM eng integrieren möchte, sollte HubSpot Content Hub in Betracht ziehen. Für Multi-Channel-Szenarien bieten sich Headless-Systeme wie Storyblok oder Contentful an.

Was kostet ein CMS?

Open-Source-Systeme wie TYPO3 oder WordPress sind lizenzfrei, verursachen aber Kosten für Hosting, Entwicklung und laufende Wartung. SaaS-Lösungen wie HubSpot Content Hub haben monatliche Lizenzgebühren, übernehmen dafür aber Hosting, Updates und Sicherheit vollständig.

Ihr braucht Hilfe bei der Auswahl oder Umsetzung eines CMS?

Unsere Expert:innen für Content-Management-Systeme begleiten euch von der Systemauswahl bis zur Umsetzung - und stellen sicher, dass euer CMS nicht nur technisch funktioniert, sondern auch zu euren Marketing- und Wachstumszielen passt.

Kontaktiert uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

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