Unterwegs bei Rock the Blog auf der Cebit 2017
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Unterwegs bei Rock the Blog auf der CeBIT 2017

  |   Konferenz, Online Marketing, Social Media   |   No comment

Am CeBIT-Freitag am 24. März 2017 präsentierten unter dem Motto Rock the Blog prominente Speaker und Influencer Fachvorträge rund ums Blogging. Ich war für Cybay New Media dort und berichte.

Möhren zum Frühstück

Zum Auftakt ging es an die Basis: Die Köpfe hinter der Agentur Möhre3 Arne Ewerbeck und Manfred Zimmer erklärten kurz nach dem Frühstück erst einmal leicht verdaulich die Grundlagen des Blogging: Blogs mit einem transparenten und vertrauensvollen Verhältnis zum Leser sind besonders erfolgreich. Lässt man sich oder Andere zum Bloggen engagieren, sollte es ein konkretes Briefing geben, eine Erfolgsmessung via Reporting stattfinden und Monitorings aufgesetzt werden. Mit diesem Basis-Wissen im Gepäck waren auch unerfahrene Gäste mit Blog-Interesse für den Tag gerüstet.

John Iadarola von Thinktank

John Iadarola von Thinktank

Von Fake News und Wahlbeeinflussung

Beim nächsten Vortrag entfernte sich der Themenschwerpunkt vom Blogging, wurde dafür aber brandaktuell. YouTube-Größe John Iadarola (ThinkTank) und TV-Produzent Jeremy Wilks (Euronews) sprachen über die Gefahren von Fake News und Social Bots und deren Einflussnahme auf demokratische Wahlen. Dabei wurde Bezug genommen auf die vergangene US-Wahl sowie die Fake-News-Vorwürfe des derzeitig amtierenden US-Präsidenten Donald Trump.

Auch das Brexit-Referendum und die zurückliegende Wahl in den Niederlanden wurden diesbezüglich thematisiert. Zusammengefasst waren sich die Debattierenden einig, dass sowohl Fake News als auch Social Bots hohe Sichtbarkeit in der öffentlichen Debatte haben; einzelne Meinungen und Wahlergebnisse würden sie jedoch nur in geringem Umfang beeinflussen können. Iadarola warnte besonders davor, den Wahlerfolg von Donald Trump mit diesen Phänomenen entschuldigen zu wollen.

Social Bots – Fluch und Segen

Thematisch blieb es bei Fake News – botswatch.de Gründerin Tabea Wilke klärte über unterschiedliche Arten von Social Bots auf; Da wären z.B. einfache Messengerbots, die automatisiert eine Willkommensnachricht an neue Follower senden oder Kundensupport-Chatbots. Von solchen Bots geht grundsätzlich keine Gefahr aus. Wenn ein Botnetzwerk aber tausende von Tweets mit politischem Inhalt verbreitet, kann die öffentliche Meinung auf diese Weise geradezu propagandistisch beeinflusst werden.

Tabea Wilke gab den Zuhörern einen guten Einblick in Art und Umfang des Einflusses, den Social Bots nehmen können. Eine konkrete Empfehlung, wie zukünftig mit Bots auch juristisch umgegangen werden sollte, gab sie jedoch nicht. Die derzeit kursierende Idee, menschliche Nutzer als solche zu verifizieren hält sie nicht für gangbar oder zweckdienlich – das letzte Wort blieb hier noch unausgesprochen.

Ich blogge, also bin ich

Weiter ging es bunt! Auf der Sakura Stage kamen gleich vier Influencer zusammen: Marvin Göldner (Snapchatter), Christina Key (Blogger), Luísa Lión (Blogger) und Manuel Thiele (Youtuber). Moderator Janos Joskowitz versuchte dabei, den Online-Promis zu entlocken, wie sich die „Influencer“ selber sehen. Antwort: „Ein Influencer denkt nicht von sich selbst als Influencer!“. Dann wurden die unterschiedlichen Kanäle und die individuelle Priorisierung und Nutzung thematisiert. Dabei kristallisierten sich bei jedem andere Ergebnisse heraus: Man kann nicht alle Kanäle bedienen, da dies oft redundant ist und zu viel Zeitaufwand bedeutet; Luísa Lión ließ sich daher nicht nehmen, auch während der Talk-Runde ein Selfie zu snapchatten. Für die vier Insider ist das Erscheinen von Instagram Stories eine echte Bedrohung für den Pionier Snapchat.

Unternehmensblog – was bringts?

Gegen Ende des Tages wurde es nochmal seriös. Meike Leopold (Start Talking) diskutierte Hürden und Chancen von Corporate Blogging mit Rankingcheck CEO Marcel Becker und den Bank-Bloggern Rouven Kasten (GLS Bank Blog) und Kerstin Heuer (KPMG Klardenker). Als besonders wichtig entlarvten die Teilnehmer die Akzeptanz des Unternehmensblogs durch den Vorstand, der nicht selten sogar selber bloggt. Damit sich langfristig ein Erfolg einstellt, sollten Betreiber unbedingt im Blog den Dialog mit den Lesern suchen. Dazu sollte eine gegebenenfalls moderierte Kommentarfunktion verwendet werden, parallel kann der Dialog auch auf Facebook und Twitter gesucht werden.

V.l.n.r.: Marcel Becker, Kerstin Heuer, Rouven Kasten, Meike Leopold

Mein Fazit von Rock the Blog 2017

Unternehmensblogs haben die wichtige Aufgabe und das Alleinstellungsmerkmal, das Unternehmen von einer anderen Seite darstellen zu können. Auch werbliche Inhalte können hier Raum finden, aber der Mehrwert für den Leser muss immer an erster Stelle stehen. Ich stimme Online Marketer Marcel Becker zu, der sagt: „SEO darf nicht vergessen werden, sollte aber immer erst im Nachgang bedacht werden.“ Die Qualität des Contents sowie das Nutzerverhalten auf der Seite sind das A und O – für Nutzer und Suchmaschine gleichermaßen.

Kerstin Heuers wichtigster Rat für attraktive Beiträge: Weg vom Produkt gehen und stattdessen eine spannende und interessante Geschichte erzählen!

Was ist Deine Erfahrung mit Unternehmensblogs? Sag es uns in den Kommentaren!

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