Rückblick auf die 20. DKM Versicherungsmesse 2016 | Dortmund
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Rückblick auf die 20. DKM 2016 in Dortmund

Rückblick 20. DKM 2016 in Dortmund

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Leitmesse der Finanz- und Versicherungswirtschaft

Wie schnell das Jahr vergeht, merke ich immer an der DKM, der Leitmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Vom 25. bis 27. Oktober 2016 fand das Branchentreffen auf dem Messegelände Dortmund, bei dem rund 16.000 Besucher waren, statt. Für mich also erneut ein Anlass, einen Großteil unserer Kunden aus der Finanz und Versicherungswirtschaft in Dortmund persönlich zu treffen.

Neben den knapp 300 Ausstellern stand erneut ein umfangreiches Workshop- und Vortrags Programm mit zwei spannenden Agenda-Tagen zur Verfügung. Hinzu kommt ein Ansatz, den ich von der dmexco in Köln kenne – der Speakers Corner sowie einen Kongress zum Thema InsurTech.

Ein erster wesentlicher Trend der sich abzeichnet, sind die Besucherzahlen, die auch in diesem Jahr erneut einen Rückschritt erleben mussten. In meinen Gesprächen wurde mir erneut bestätigt, dass der klassische Maklerberuf seit vielen Jahren unter Attraktivität leidet und gerade das Thema Jungmakler und Nachwuchs nur schwer zu bewältigen ist.

In meinem Beitrag habe ich mich auf einen Auszug der zwei DKM Messetage konzentriert und die für mich spannendsten Themen zusammengefasst.

Die Maklerkommunikation ist tot – Es lebe die Maklerkommunikation

Aus meiner Sicht gibt es jedoch eine weitere, nicht zu unterschätzende Gefahren, für den Makler – die Digitalisierung. Während der DKM wurde in vielen Vorträgen und Workshop mit „Kongress Digitale Maklerkommunikation“ oder „Die Zukunft ist jetzt“ eingeladen, wo viele Messe-Besucher oft die Räume mit mehr Fragezeichen als Antworten verließen. Es gibt Versicherungen, wie beispielsweise die AXA Versicherung, die das Thema Digitalisierung schon sehr vorangetrieben haben. Aber das sind leider nur wenige. Besonders das Gebiet der Maklerkommunikation sehe ich auch in Zukunft als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte Branche. Dabei geht es nicht darum, zentrale bereitgestellte Facebook-Postings auf der persönlichen Makler-Facebook-Fanpage zu veröffentlichen und darauf zu warten, dass mögliche Kunden anrufen um Versicherungen abzuschließen.

Jens Hasselbächer, Vorstand SUHK Privat & Vertrieb bei der AXA Versicherung zeigte in seinem Vortrag, dass es auch darum geht als Versicherungskonzern die Zusammenarbeit mit StartUps aufzubauen, um weitere besondere Servcies rund um die bekannten Versicherungsprodukte anzubieten. Mit „Clever parken“, eine App die schnell freie Stellplätze in Parkhäusern findet und auf Wunsch dorthin navigiert, geht man diesen Weg. Zudem behalten Kunden die aktuellen Parkgebühren immer im Blick.

Darüber hinaus will der Versicherer auch im Bereich Telematik seine Probephase beenden und Führer im Bereich Versicherung für E-Mobiliät werden.

Der Makler wird Handelsvertreter des Insurtechs

Im Speakers Corner wurde ich mit dem Thema „Ist der (digitale) Wettlauf um die Kunden schon entschieden?“ während der Mittagszeit zu einer Podiumsdiskussion gelockt. Auf der Bühne saßen unter anderem Dennis Just (CEO der Knip AG) und Dr. Tobias Warweg, Mitglied des Vorstandes der HDI Vertriebs AG.

Knip, ein in 2013 gestartetes Unternehmen mit derzeit 100 Mitarbeitern führt ein sehr spitzes Marketing mit vielen Automatismen. Knip setzt sich hierbei stark von Wettbewerbern, wie FinanceFox, einem schweizer Unternehmen, ab, da Knip den gesamten Prozess bis hin zur Unterschrift der Versicherungsprodukte anbietet. Aktuell hat Knip mehr als 1 Mio. Downloads der App und 30.000 aktive Kunden. Der durchschnittliche Knip-Kunde ist dabei männlich, urban und hat im 3,5 Versicherungen 

Gut beratende Kunde werden nicht wechseln

So ist Dennis Just der Ansicht, dass ein zufriedener, durch einen Makler betreute Versicherungskunde, nicht zu Knip wechseln wird, dem auch Andreas Vollmer, Geschäftsführer der Hasenclever + Partner GmbH und BVK-Vizepräsident, zustimmt. Schließlich war es auch in der analogen Welt ähnlich, so dass zufriedene Kunden wenig Wechselbereitschaft mitbrachten.

Wie auch die AXA steht die HDI Versicherung, ebenfalls in engen Austausch mit für sie spannenden InsurTechs. Wobei ein Fokus darauf liegt, dass diese wie „normale Makler“ verstanden und betreut werden.

Unter anderem daraus abgelietet habe ich meine Highlights aus den Messegesprächen gesammelt, die mir Angst bereiten:

  • Jährlich werden bei der Allianz immer noch mehr als 600 Millionen Seiten gedruckt
  • Makler sagen die Digitalisierung geht vorüber
  • Der Makler wird Handelsvertreter des Insurtechs und wird zum Fintech
  • Nur wenige Versicherungsunternehmen tauschen sich mit InsurTechs, wie Knip und Clark, aus

Augen auf bei den Frontends

Besonders stolz ist Warweg darauf, dass Unternehmen wie Knip, FinanceFox und Co. der gesamten Versicherungsbranche die Augen, bezüglich der bisher doch eher sehr erklärungsbedürftigen und kaum verständlichen Frontends, geöffnet haben. Wer das Frontend richtig beherrscht und komplett mit weiteren digitalen Themen befüllt, wird der Gewinner für die Zukunft sein. Für die Versicherungsbranche kommt daher ein Vergleich aus der Vergangenheit immer näher, als damals die Buchbranche durch den Vorstoß von Amazon komplett durcheinander gebracht wurde.

Fazit: Sieben Thesen für die Wntwicklung in der Versicherungsbranche bis zur nächsten DKM

  • Produkte werden verständlicher, einfacher und mehr auf den Kunden abgestimmt
  • Sicher mich ab! Die Zukunft bringt nur einen Button gibt und der Makler erstellt anhand der Profile und Smartphone Bewegungen die passenden Versicherungsprodukte
  • Die richtigen Touchpoints: Für Versicherer wird es umso wichtiger, dort zu sein wo der Kunde ist
  • In fünf Jahren werden bis zu 30% der Makler aus dem Markt verschwinden
  • Digitale Wallets werden normal sein
  • Es wird weniger Versicherer geben
  • Es wird mehr Geschäft für deutlich weniger Versicherungen und Makler geben

Mehr Informationen unter www.die-leitmesse.de

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