Online Marketing Rockstars 2016 Recap
Zwei Tage Online Marketing Hochdruck-Betankung in Hamburg, zusammengefasst von Alex und Dirk, die 2016 für Cybay New Media vor Ort waren. Fazit: Authentizität goes a long way.
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Recap Online Marketing Rockstars 2016

Online Marketing Rockstars 2016 Recap oder: Authentizität goes a long way

  |   Konferenz, Online Marketing   |   1 Comment

Unseren Erfahrungsbericht teilen sich Alex und Dirk, die die Online Marketing Rockstars dieses Jahr gemeinsam im Namen von Cybay an beiden Tagen in Hamburg besucht haben.

2016-02-25_142941244_A5FBE_iOSDie Online Marketing Rockstars haben uns insgesamt begeistert. Top Speaker an Tag 2, eine gute Mischung unterschiedlichster Aussteller, gespickt mit thematisch vielfältigen Vorträgen an Tag 1. Da es für uns beide die erste Teilnahme war, fehlt leider der direkte Vergleich. Organisatorisch hätte noch das ein oder andere besser sein können (z.B. die räumliche Nähe der Masterclasses zur Hauptlocation und die dazugehörige Registrierung oder das Anmeldeprozedere für die Masterclasses). Klaro, Jammern auf hohem Niveau.

Schließlich ist Content King, und da haben die Organisatoren um Philipp Westermeyer top abgeliefert. Der Name der Veranstaltung wird seinem Anspruch gerecht. Fachlich durch das hohe inhaltliche Niveau der Keynotes an Tag 2. Entertainment-mäßig brauchen wir gar nicht erst darüber reden; Kaffeepausen-Besuche von Jan Delay und Udo Lindenberg lassen sich nicht toppen. Oder doch?

Authentische Inhalte bleiben Erfolgsfaktor #1 in Online Marketing und Social Media (surprise, surprise)

Um die fachlichen Eindrücke der beiden Rockstars-Tage auf den Punkt zu bringen, versuchen wir es mit diesen drei Hashtags

#authentisch #contentistimmernochking #norocketscience

Viele der Vorträge haben an beiden Tage bestätigt, dass es im Online Marketing immer noch einfach schlicht und ergreifend, wenig überraschend auf gute Inhalte ankommt, wenn am Ende Umsatz und ROI das Ziel sein sollen. Diese Erkenntnis haut niemanden vom Hocker.

ABER: Der Werkzeugkasten des Online Marketers wird größer, verschachtelter und schwerer.  Also kommt es auf die geschickte Auswahl und den geschulten Einsatz von Tools an, um erfolgreich zu bleiben bzw. zu werden.

Tag 1 aus unserer Sicht in Höhepunkten zusammengefasst:

  • Die „Twitter hautnah“ Masterclass von Sascha Welters, dem Head of Brand Strategy bei Twitter Deutschland. Mir als schon relativ affinem Twitter-User bot die Session hervorragende lehrreiche Praxis-Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Twitter, um Engagement, Reichweite und Word of Mouth zu erzeugen. Schön zusammengefasst unter dem Fazit „Viralität muss nicht teuer sein„. Highlights der Präsentation waren u.a. Netflix‘ amüsante Zofferei mit dem Twitter-User „@bucksen“, die Periscope-Kampagne #aidezvictor von Orange Frankreich (hier ein Hintergrundbericht auf lareclame.fr), interessante Facts und Figures aus Twitters Statistik-Abteilung, Volvos „Greatest Interception Ever“ zum Super Bowl 2015 oder auch der Blick auf Neuerungen wie die GoPro-Kooperation mit Periscope und die noch junge Twitter-Tochter Niche, welche Marken und Influencer zusammenbringt.
  • Die Panel-Diskussion „Photo Magic“ zum Influencer Marketing mit Paul Ripke (WM- und Promi-Fotograf), Instagram-Fee Pamela Reif, Christoph Kastenholz (Influencer-Agentur Pulse Advertising), Andreas Bersch (Agentur Brandpunkt) und Moderator Martin Gardt. Hier kam es zum heiteren Meinungsaustausch über Erfolsfaktoren im Instagram-Marketing und die Frage worauf es im Influencer Marketing ankommt. Paul Ripke wollte sich nicht so recht in die Influencer-Ecke stellen lassen, was durchaus sympathisch rüberkam. Er wirkte wie der Kumpel von nebenan. Pamela Reif dagegen (auf Instagram als @pamela_rf unterwegs) hob ohne Zögern Ihre Authentizität als entscheidenden Erfolgsfaktor hervor. Sie sei immer sie selbst geblieben. Schaut man sich ihr Instagram-Profil etwas genauer an, kommen aber zumindest bei uns leise Zweifel auf.
  • Interview mit Micky Beisenherz über „Quality Content in Social Media„. Der Begriff „Quality“ könnte hier irreführen, da Micky seine Kernkompetenz darin sieht, dummes Zeug zu erzählen, so er selbst. Mit Moderator Roland Eisenbrand plauderte er aus dem Social Media Nähkästchen und sorgte für das ein oder andere Schmunzeln. Auch die Authentizität war wieder vertreten: Micky würde auch Dinge veröffentlichen, die nicht immer die breite Masse interessieren. Nur Masse sei langweilig. Mut zur Lücke also. Er selbst sieht sich als Manufaktum. Aus fachlicher Sicht war das Interview sicher kein Highlight, aber es unterstrich letzten Endes, dass glaubwürdige Inhalte in den sozialen Medien am erfolgreichsten sind.
  • Unter den Tool-Anbieter waren für uns z.B. Buzzlogix (Social Media Monitoring und Management „der nächsten Generation“), Squarelovin Instagram Analytics oder Rivalfox mit ihrer Lösung zur Realtime-Wettbewerbsbeobachtung interessant.
  • Die Masterclass Creative Technology war ein Highlight zum Ende. Franziska von LewinskiArne Hollmann und Sebastian Mertens führten in einer einzigartigen Vorstellung eine Live-Performance zum Thema „Internet der Dinge: Creative Technology in der Marketingpraxis“ vor. Laut den Fantastischen Dreien hat sich eine Kultur des Scheiterns in Deutschland bisher noch nicht etabliert. Wir bräuchten eher eine Kultur des Spielens, um beim Spielen auszuprobieren. Die drei stellten mit ihren „LittleBits“ ein Baukasten-Paket vor, das sukzessive mit weiteren Komponenten erweitert und ausgebaut werden kann. Zum Start wurde gezeigt, wie eine Glühbirne via E-Mail an- und ausgeschaltet werden kann. Je länger die Performance andauerte, desto komplexer wurden die dargestellten Abhängigkeiten. Der letzte Versuchsaufbau imponierte dadurch, dass über 100 Tweets aus dem Publikum mit den Hashtags #tweetbomb und #OMR16 ein Lied ertönen, Kaffee kochen und eine Rakete zünden ließen. Wahnsinn – und es hat sogar funktioniert.

Große Bühne für große Namen am Tag 2 in Hamburg

Der zweite Tag der Online Marketing Rockstars 2016 stand im Zeichen der Konferenz und ihren Speakern auf der großen Bühne. Der Einlass begann sehr früh und die Pforten waren ab 8 Uhr morgens geöffnet. Im Gegensatz zum ersten Tag waren Getränke und Essen im Ticketpreis inklusive und es zahlte sich aus, auf das Frühstück im Hotel verzichtet zu haben. Nach monströsem Sound- und Bildgewitter auf der Leinwand eröffnete Philipp Westermeyer dann um 09 Uhr die Online Marketing Rockstars.

Die Zukunft gehört Google und Facebook

Google und Facebook gehört die Zukunft

Scott Galloways Analysen untermauern die Marktmacht der „Gang of Four“

Den Start machte Scott Galloway mit seiner Keynote zum Thema „Media and Marketing tomorrow“. Unternehmen, deren Umsatz nur durch Marketingmaßnahmen am Leben gehalten werde, könnten keinen nachhaltigen Erfolg verbuchen, so eine seiner Thesen. Einer seiner Ratschläge: „If it looks cool, it won’t make any money“. Da stellt sich für uns jetzt die Frage, ob nun alle Uncoolen reich werden? Galloway sprach hauptsächlich über die „Gang of Four“: Google, Amazon, Facebook und Apple. Bye the way erwähnte er, dass derzeit einer von vier Uber-Mitarbeitern zuvor für einen der ‚Gang of Four‘ tätig gewesen sei. Alles in allem schienen seine Analysen keinen anderen Schluss zuzulassen als dass die Zukunft des Internets schon vorprogrammiert sei. Zugunsten von Facebook und Google.

So geht Content Marketing: Die Erfolgsgeschichte von My Little Paris

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Gesponserte Newsletter von My Little Paris bewahren stets die eigene Identität

Im zweiten Vortrag zeigte Fany Péchiodat aus Frankreich, Gründerin von „My Little Paris„, eindrucksvoll wie sie einen Hobby-Newsletter in ein erfolgreich expandierendes Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern transformierte. Gestartet mit einem Newsletter mit nur 50 Abonnenten in 2008, versorgt sie heute über 2 Mio. Abonnenten regelmäßig mit hochwertigem Content aus dem Bereich Fashion & Lifestyle. Als Ihr kleiner privater Newsletter die Millionengrenze sprengte, entschied sie sich, ihren alten Job an den Nagel zu hängen, um Ihre Idee von „My Little Paris“ zur Profession zu machen. Täglich ein Newsletter mit einem Special-Interest-Tipp an ihre Community! Es folgten Internet-Aufritt, erfolgreiche Social Media-Auftritte in Facebook, Twitter und Instagram. Die Newsletter von My Little Paris sind heiß begehrte Werbeflächen für die großen der Branche wie z.B. Dior, Longchamp oder L’Oréal. Aber auch BMW war 2015 schon im Newsletter vertreten. Größte Werbepartnerschaft bisher: Netflix begleitete seinen Launch in Frankfreich auch mit einer Präsenz in „My Little Paris“.

Kritscher Erfolgsfaktor: My Little Paris integriert die gesponserten Inhalte optisch zu 100% in das eigene Look & Feel. Oberstes Gebot für den beworbenen Content: „Generosity, Story und Sincerity„. Gehe respektvoll mit Deinen Kunden um, nerve sie nicht mit irrelevanten Inhalten und flashigen Bannern. Erzähle eine Geschichte, liefere Mehrwert und meine es ernst!

„Dreh‘ den Conversion-Trichter um!“: Heiße Conversion-Tipps vom Erfolgsgründer Neil Patel

2016-02-26_094215319_88520_iOSVor der ersten Konferenz-Pause wurde das Mikrofon dem Kissmetrics-Gründer Neil Patel, einem der wohl bekanntesten „Growth Hacker“ der Welt, überreicht. In seinem Vortrag „ENGINEERING GROWTH“, der ebenfalls in englischer Sprache stattfand, zeigte er in sieben Thesen auf, wie man mit einfachen Hausmitteln die Conversion Rate im Online Business durch die Decke schießen lässt. Hier seine besten Tipps:

  • „Flip the [Conversion] Funnel around“: Charmant eingeleitet mit der Begründung, dass Conversion Optimierung ähnlich wie ein erstes Date sei, empfahl Neil, den Kunden online gratis in die eigentliche Leistung schnuppern zu lassen, ohne ihn sofort mit Registrierungsprozessen oder anderen Conversion-Blockern zum Abbruch zu treiben.
  • „Make signing up easy“: Wer Kunden das Registrieren erschwert, erntet schlechte Conversion Rates.
  • Freundliches Wording verwenden: das Wort „Registrieren“ löst unter Umständen eine Abwehrhaltung aus und sollte durch ein positiveres Verb ersetzt werden (Neil empfahl im Englischen den Begriff „Login“ anstelle von „Sign Up“ zu verwenden; er selbst erzielte dadurch 22% mehr Conversions!).
  • „Integrations“: Im Zeitalter unzähliger Tools danken es Kunden mit Treue, wenn die Website, das Tool oder der Shop geschickte Integrationen mit anderen gängigen Tools anbieten (z.B. Evernote, Dropbox, Google Docs, etc.); auch den Login über Facebook, Amazon, LinkedIn, Twitter oder andere Tools anzubieten, erhöht die Anmelde- oder Login-Rate enorm.
  • „Tripwire“: Baut Stolperdrähte in den Conversion Prozess ein. Jedoch im positiven Sinn. Euer Lead soll Eure Lösung so unwiderstehlich finden, dass er sich anmeldet oder kauft, sich registriert, etc.
  • „Webinars“: Persönlicher Kontakt in Echtzeit übers Netz kann dabei helfen, Vertrauen aufzubauen, Kompetenz und Alleinstellung zu demonstrieren.
  • „Reviews“: Hinreichend bekannt und auch von Neil erfolgreich eingesetzt. Echte Empfehlungen zufriedener Kunden ziehen immer. #wordofmouth #empfehlungsmarketing

Transaction statt Transformation: Ströers Wandel vom Out-of-Home-Anbieter zum digitalen Player wurde pragmatisch geführt

Ströers neue Kern-Geschäftsfelder

Ströers neue Kern-Geschäftsfelder

Nach der Koffein-Pause wurde Christian Schmalzl von Ströer auf die Bühne geholt, um den Wandel seines Unternehmens vom klassischen Anbieter öffentlicher Werbeflächen hin zu einem digital agierenden Unternehmen zu präsentieren, das bereits 2016 mehr als die Hälfte seines Umsatzes digital macht. Dass dieser Wandel, zu dem auch viele Firmenintegrationen gehörten, nicht zwingend durchstrukturiert war bzw. sein musste, sondern mit kreativer Anarchie geführt wurde, verlieh Schmalzls Bericht eine hemdsärmlige, aber gleichzeitig sympathisch pragmatische Note. Der Erfolg gibt Ströer jedenfalls zunächst recht.

„Einfach machen. Eine grobe Strategie haben, die weiter im täglichen Doing ausgearbeitet wird“ war sinngemäß eine der provokanten aber doch plausiblen Aussagen Schmalzls.

Für uns kam Christian Schmalzl mit seinen 37 Jahren sehr authentisch und ehrlich rüber, auch den Fragestellern gegenüber, was die tolle Atmosphäre auf den Online Marketing Rockstars widerspiegelt.

Im darauf folgenden Vortrag von Yaron Galai blieb bei uns hängen, dass es zu 40% wahrscheinlicher sei, wilde Statistiken für einen Wow-Effekt aus dem Zusammenhang zu reißen, als Zwillinge zu bekommen. Im Vergleich zu den anderen Beiträgen des Tages war Galais‘ Inhalte unserer Meinung nach weniger innovativ.

Die Champions League der Instagram-Communities: The Shade Room ist der Ort für neue Formen des Promi-Gossip in den USA

Erfolgsfaktoren von The Shade Room auf Instagram

Angie erläutert das Erfolgsrezept von The Shade Room auf Instagram

In ihrer Keynote „SPREADING CONTENT ON INSTAGRAM“ résumierte Angie (ihr Künstlername kommt ohne Familienname aus) wie sie die Instagram-Community „The Shade Room“ aus dem Boden stampfte und zu sage und schreibe fast 4 Mio. Abonnenten führte.  „The Shade Room“ ist damit auf Instagram ein Unikat und sucht in punkto Reichweite seinesgleichen. Kernprodukt der Community ist der Gossip rund um Celebrities, den Angie und ihre Mitarbeiter zur Debatte stellen. Die Community ist durch ihre große Anhängerschaft so einflussreich, dass Promis sich nicht selten in den Kommentaren die Ehre geben und die Geschichten über sich kommentieren. In The Shade Room werden täglich zwei Videos veröffentlicht. Das rasante Wachstum und die Strahlkraft der Community sind ein prägendes Beispiel für eine neue Form des Promi-Journalismus im 21. Jahrhundert.

Mittagessen bei den Online Marketing Rockstars bedeutete 2016 saftige Pulled Pork Burger mit Krautsalat oder HotDog. Yummie. Ein Lob an dieser Stelle an das Catering.

Von Oreos und Zahnbürsten

IMG_6815Nach dem Schnitzelkoma gab Bonin Bough, verantwortlich für Media und eCommerce bei Mondeléz, unter dem Titel „Hackonomy“ Einblicke in seine Interpretation von Social Media Marketing und Customer Engagement. Zum Beispiel mit customized Oreos.

Der Vortragsslot nach der Mittagspause hätte für ihn und das Publikum nicht besser gewählt werden können, denn mit seiner expressiven Präsentationsweise hat Bonin die Zuschauer von der ersten Minute an begeistert und gar nicht erst an Mittagsmüdigkeit denken lassen.

Einer seiner schönsten Anmerkungen, die in Erinnerung bleibt: mehr Leute auf der Welt besitzen ein Mobiltelefon als eine Zahnbürste.

Werbe-Unterbrechung durch die Bild-Zeitung

Nach dem tollen Vortrag von Bonin folgte unserer Meinung nach der Tiefpunkt des Tages, nämlich der Auftritt der Bild-Zeitung. Diese bekam die Gelegenheit sich mit Paul Ronzheimer (Journalist) und Julian Reichelt (Chefredakteur BILD.de) ein wenig selbst zu inszenieren. Das durfte man zumindest aus dem verhaltenen Applaus und den begleitenden Twitter-Kommentaren deuten. Reichelt und Ronzheimer spielten sich auf der Bühne verbal die Bälle zu und plauderten über das Social Media Arsenal der Bildzeitung. Auf wirklich hilfreiche Tipps wartete das Fachpublikum leider vergeblich. Für uns war der Beitrag zu stark auf die Darstellung des eigenen Social Media Images der Bild-Welt fokussiert als darauf hilfreiche Hintergrundinfos zu liefern.

„Feuer“ auf „St. Pauli“

Jan Delay sorgte für Stimmung vor der Kaffeepause

Jan Delay sorgte für Stimmung vor der Kaffeepause

„So, wir müssen jetzt mal die Bühne ein bisschen umbauen; hier zwei Mikrofone und hinten ein DJ-Pult“, so in etwa leitete Philipp Westermeyer dezent und unauffällig zum dann folgenden Paukenschlag über. Und da war sie, die Einzigartigkeit und Überraschung dieser Veranstaltung: plötzlich enterte Jan Delay mit Band die Bühne und flashte die mehr als 5.000 Anwesenden mit einer kleinen aber feinen Auswahl aus seinem Song-Repertoire.

„Reeperbahn, und wisst ihr, wer dieses Lied schon mehr als dreimal besungen hat?“

Ja, Udo Lindenberg! Kaum zu fassen aber wahr. Wenige Songs später gesellte sich Udo zu Jan auf die Bühne. Grossartige Überraschung und Gänsehaut-Feeling pur. Danke Rockstars!

Statt Bier und Party folgte dann nochmal Kaffeepause und der Übergang in den letzten Vortragsteil des Tages.

Romantisches Online Marketing als Erfolgsrezept?

Tim Leberecht sorgte für einzigartige Romantik bei den Rockstars

Tim Leberecht sorgt für Rockstars-Romantik

Mit Kuchen im Bauch und wieder gesammelten Gefühlen war das Thema der nächsten Session passenderweise die „Romantik“ im Business-Alltag. Präsentiert von Tim Leberecht, Gründer der Marketingberatung Leberecht & Partners und Autor des Bestsellers „Business-Romantiker“. Mit gefühlvollen Anekdoten gab er dem Publikum das Gefühl, dass auch Emotionen, Irrationalität, Träumereien, Spontanität, Liebe und andere doch eher verträumte Faktoren durchaus Erfolgsfaktoren im Geschäftsalltag sein können.

Er appellierte damit an die Entschleunigung. Seine Thesen waren im Kontext harter Online-Marketing-KPIs und ROI-Ausrichtung in gewisser Hinsicht provokant. Aber letztlich erinnerte er uns in charmanter Weise daran, dass der Mensch von Natur aus doch eher irrational tickt und der homo oeconomicus ja eigentlich nur graue Theorie ist. Danke für den romantischen Beitrag Tim!

Unsere Highlight-Thesen aus Tims Vortrag:

  • auch der größte ROI ist mehr Romantik
  • bei der Kundenbindung geht es um die permanente Unerfüllbarkeit
  • Im Zeitalter von information overload gilt: Wissen ist Macht, aber weniger wissen ist die neue Kunst!

Best Practices, die Tim ins Feld führte: Zappos belohnt seine Mitarbeiter dafür, dass Kundentelefonate länger dauern, statt sie auf Kürze und Effizienz zu trimmen. Die positive Emotion des Kunden zählt. Oder: Tools wie Forgetify, dessen einziger Zweck darin besteht, Spotify-Songs zu empfehlen, die noch NIE gehört wurden. Irrational anders, überraschend, reizvoll eben. Oder doch nicht?

Werbekeule Teil 2: Adobe = Hauptsponsor

Noch verträumt von Tims Verführung in romantische Geschäftsmodelle, holte uns die Realität schnell wieder ein. Stefan Ropers Adobe Deutschland, Managing Director Central Europe des Hauptsponsors Adobe demonstrierte Adobes schöne neue Welt. Ja, die Einleitung von Philipp Westermeyer darüber wie der Konzern den Shift vom reinen Software- zum Lösungsanbieter geschafft und Insellösungen akquiriert hat war ganz nett. Dennoch ließ Ropers ähnlich wie die Bild-Zeitung Mehrwerte für das Fachpublikum vermissen. Drei Videos in einer Präsentation waren mindestens zwei zu viel. Abhaken.

Skater-Gott goes Social Media: Bill Gates Tony Hawk setzt den sympathischen Tagesschlusspunkt

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Tony Hawk beendet die Online Marketing Rockstars 2016 mit seiner Erfolgsgeschichte

Skateboard-Idol Tony Hawk Skateboard Legende aus USA setzte dem Tag die Krone auf. Da Alex und ich während dieser Session das Taxi zum ICE nach Hannover schnappen mussten, bleibt hier nur zu sagen, dass Tonys Weg in die sozialen Medien schon 1998 bei Twitter begann. Sein beeindruckender Weg zur globalen Brand wurde eingeleitet mit beeindruckenden Video-Sequenzen aus der Halfpipe. Man darf gespannt sein was Tonys Sohn in Zukunft da noch perfektionieren wird. Sowohl auf dem Board als auch in den social networks.

Unser kurzes eindeutiges Fazit der Online Marketing Rockstars 2016

Nach zwei Tagen geballter Online Marketing Rockstars Erfahrung sind wir uns sicher: wir kommen 2017 wieder. Obwohl das Festival die Zahl der Besucher gigantisch gesteigert hat, war es immer noch sehr professionell organisiert und kam locker, authentisch und mit einem gewissen Startup-Feeling rüber. Wir haben uns wohl gefühlt und viele hilfreiche Inputs mitgenommen.

#Authentizität #machen #In Amerika geht das #socialgoesbusiness #relationsship

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Übrigens: nicht das offizielle Recap-Video der OMR verpassen! Heiß.

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