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Agenturen im Aufbruch – Das AgenturCamp Berlin

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Agenturen unterstehen zunehmendem Veränderungsdruck. Der Ruf nach neuen Formen des Arbeitens ist nicht zu überhören. In Zeiten von Digitalisierung, Industrie 4.0, New Work, steigendem Kostendruck, wachsenden Kundenanforderungen und veränderten Mitarbeiteransprüchen müssen wir weiterhin im Wettbewerb bestehen. Diesem Thema widmete sich das AgenturCamp in Berlin. Cybay-Geschäftsführer Johannes Huwe war vor Ort – aus aktuellem Anlass.

Agile Change – Alten Ballast abwerfen, neue Wege erkunden

Agile Arbeitsweise. Im Kern steckt dahinter eine Effizienzsteigerung durch das Abwerfen zeitaufwendiger und anstrengender Prozesse, die nicht direkt zum Endprodukt beitragen. Das führt zu schnelleren Projektumsetzungen und größerer Zufriedenheit bei Kunden und Mitarbeitern. Wir bei Cybay befinden uns gerade in der Umstellungsphase vom klassischen Arbeitsmodell hin zur agilen Arbeitsweise. Deshalb war für mich die Session von Sigurd von Sipgate besonders interessant, der einen Einblick in 7 Jahre agiles Arbeiten und dem begleitenden Kulturwechsel gegeben hat.

Zentrale Bedeutung hat dabei das Arbeiten in crossfunktionalen Teams statt in Fachabteilungen. So kann sich jeder Mitarbeiter einbringen und ist in alle Phasen eines Projektes eingebunden. Auf diese Weise können Potentiale gefunden und ausgeschöpft werden – und Mitarbeiter identifizieren sich viel stärker mit den Projekten.

Der Grundsatz „Fail often, fail early“ ist bei Sipgate maßgebend. Rapid Prototyping erlaubt, schnell zu Ergebnissen zu kommen und diese iterativ zu optimieren. Das schafft auch Raum für das Testen neuer Ideen. Insgesamt führt das zu höherer Produktivität und schnelleren Deployments.

Genauso iterativ soll die Firma an sich selbst arbeiten: Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ entwickelt sie sich ständig weiter. Ein charakteristisches Werkzeug beim Agilen Arbeiten sind Retrospektiven: Regelmäßige Rückblicke und daraus folgender Erkenntnisgewinn erlauben ständige Optimierung. Sipgate hat sich auf diese Weise neu und zukunftsorientiert aufgestellt. Weitere Werkzeuge auf diesem Weg waren beispielsweise Peer Feedback, Open Fridays oder gemeinsame Mittagessen.

Viele Themen, viele Erkenntnisse

Viele weitere spannende Themen wurden auf dem AgenturCamp diskutiert, darunter Design Thinking, Mitarbeiterführung in Zeiten der Transformation, Anforderungen an Agentursoftware, Pricing. Aber auch in Richtung Kunden gewandte Themen wurden diskutiert, beispielsweise Eigenwerbung und Bestandskundenpflege. So konnten sich besonders Neulinge eine Druckbetankung aus wertvollem Input sichern.

Mein Fazit

Neben den positiven Impulsen des AgenturCamps gab es leider auch einige Downer: Im Vergleich zum Agenturcamp in Hamburg waren in Berlin deutlich mehr Ersttäter dabei, was sich leider auch auf das Niveau der Veranstaltung ausgewirkt hat. Da fehlte es mir in Berlin doch ziemlich an einer angemessenen Durchmischung aus Neulingen und alten Hasen. Auch war die Veranstaltung im Vergleich zu Hamburg nicht so gut besucht und es fanden deutlich weniger Sessions statt.

Insgesamt sind Barcamps ein intensives und inspirierendes Format, dass derzeit in Deutschland heranwächst. Die offene Atmosphäre und gelassene Stimmung sind das ideale Umfeld zum gegenseitigen Austasch und Erkenntnisgewinn. Natürlich lassen sich hier auch immer wieder wertvolle Kontakte knüpfen. Daher empfehle ich jedem, ab und zu ein Barcamp unsicher zu machen!

Über das AgenturCamp

Das Agenturcamp unter dem Motto „Agenturen im Aufbruch – nur wohin“ findet als Veranstaltungsreihe in verschiedenen Städten in Deutschland statt. Am 30. und 31.5 fand das Camp zum ersten Mal in Berlin statt und hat erneut die Fokussierung auf die spezifischen Themen der Agenturbranche gelegt. Bei einem Barcamp gibt es weder eine Agenda noch klassische Referenten. Es sind die Teilnehmer selbst, die gemeinsam die Themen festlegen, die sie später in kleineren Gruppen bearbeiten wollen. Veranstaltungsort war die „Alte Börse“ in Marzahn. Ein attraktiver und historischer Standort, allerdings von der Anbindung nicht so günstig gelegen (1 km entfernt zur nächsten S-Bahn und ziemlich weit entfernt vom Zentrum, eben in Marzahn).

So sieht die Themenfindung bei einem Barcamp aus

So sieht die Themenfindung bei einem Barcamp aus

 

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